Die Themen der Initiative

Gesundheitsbereich stärken:
Unsere Gesellschaft unterliegt einem tiefgreifenden Wandel: Demografische Entwicklung, die Verbreitung von Volkskrankheiten, technologischer Fortschritt, ein sich verschärfender internationaler Wettbewerb, veränderte gesellschaftliche Lebensbedingungen, individuelle Lebensstile und Klimawandel werden in den kommenden Jahrzehnten Deutschland tiefgreifend verändern. Diese Entwicklungen haben massive Auswirkungen auf viele Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens, insbesondere auf das Gesundheitswesen. Damit auch künftig eine qualitativ hochwertige medizinische und pflegerische Gesundheitsversorgung möglich ist, sind große Forschungsanstrengungen notwendig, die Lösungen für eine immer älter werdende Gesellschaft entwickeln.
  Vernetzung und Integration vorantreiben: Eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen regionalen Einrichtungen sowie Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Versorgung, Gesundheitsförderung und dem Pflegesektor sowie bei sozialen Dienstleistern der Gesundheitsversorgung und -förderung zeigt sich in konkreten, neuen oder im Entstehen befindlichen Netzwerken, Initiativen und Konzepten mit Modellcharakter, die einen sichtbaren Beitrag zum Profil der Region als Standort für Gesundheit und Lebensqualität in jedem Alter leisten. Zielsetzung ist die nachhaltige Sicherung der gesundheitlichen und sozialen Versorgung gerade auch älterer Menschen, insbesondere vor dem Hintergrund besonderer regionaler Herausforderungen wie etwa regionale Disparitäten, strukturelle Defizite oder Agglomerationseffekte.

 

Die Promotorengruppe Gesundheit/Ernährung der Forschungsunion hat in ihren Empfehlungen den besonderen Wert lokaler Initiativen in den Themenfeldern Altern, Prävention und Individualisierte Medizin hervorgehoben. Diese Anregung hat das Forschungsministerium aufgenommen und in den Wettbewerb "Gesundheits- und Dienstleistungsregionen von morgen" überführt, an dessen Begleitung die Forschungsunion beteiligt gewesen ist. Die Ausschreibung des Wettbewerbs ist auf große Resonanz gestoßen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert bis 2018 fünf herausragende regionale Netzwerke, die von einer interdisziplinären Expertenjury in einem mehrstufigen Verfahren aus fast 80 Anträgen ausgewählt wurden.

In Ergänzung zu den Aktivitäten des BMBF setzt die Initiative "Gemeinsam für unsere Gesundheit" einen Schwerpunkt auf:

  • den überregionalen Erfahrungs- und Erkenntnistransfer insbesondere durch Berücksichtigung von Regionen über die Wettbewerbsgewinner hinaus
  • die Verbindung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft
  • die Einbindung der Zivilgesellschaft